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Weitere Hinweise über die Studie

Einführung

Der mächtige Einfluss der Medien auf unsere Gesellschaft ist wohlbekannt – sie beeinflussen unsere Ansichten und unser Verhalten. Die Wahrheit ist es unglücklicherweise nicht, was zählt, sondern es zählt, was uns berichtet wird. Dies wurde deutlich in einer Eurobarometer Umfrage über das Verhalten von Europäern gegenüber Diskriminierung, die im Januar 2007 von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde. Sie zeigte, dass Medien in Bezug auf den Einfluss auf die Gesellschaft an dritter Stelle rangieren, nach Elternhaus und Bildungseinrichtungen.

Um mit der Herausforderung der Vielfalt in unserer Gesellschaft fertig zu werden und Diskriminierung in den Medien zu bekämpfen, hat die Europäische Kommission diese Studie in Auftrag gegeben. Ziel der Studie ist es, den Prozess der Förderung der Vielfalt zu unterstützen und Diskriminierung in den Medien auf pan-europäischer Ebene zu bekämpfen.

Die Studie wird nach den besten Beispielen in diesem Bereich suchen, indem sie die wichtigsten und/oder innovativsten Initiativen durch oder über Medien feststellt, um Diskriminierung zu bekämpfen und/oder Vielfalt zu fördern. Diese Initiativen werden dann geordnet, ihre Ergebnisse und ihre Wirkung ausgewertet und Unzulänglichkeiten festgestellt. Schließlich, auf der Grundlage dieser Untersuchung, werden Empfehlungen der Europäischen Kommission vorgelegt für weitere Maßnahmen, um Vielfalt zu fördern und Diskriminierung in den Medien zu bekämpfen. Ein Seminar wird in Prag im Januar 2009 stattfinden, um die Empfehlungen zu erörtern und abzuschließen, bevor sie der Europäischen Kommission vorgelegt werden.

Gruppen, die Diskriminierungen ausgesetzt sind, die von der Studie erfasst werden

Im Mittelpunkt der Studie stehen Gruppen, die diskriminiert werden, wegen:

Und vor allem die Geschlechtszugehörigkeit help bei allen aufgeführten Typen der Diskriminierung.

Nationale Herkunft: Gruppen, welche wegen ihrer Nationalität diskriminiert werden, schließen zum Beispiel die russische Minderheit in den baltischen Ländern ein, die ungarische Minderheit in Rumänien oder die rumänische Minderheit in Ungarn.

‘Roma’ umfasst Rroma, Sinti, Ashkali, Zigeuner und Landfahrende.

‘Religion oder Glaubensrichtung’ schließt sektiererische Glaubensrichtungen und Sekten, die in EU Mitgliedsländern untersagt sind, aus.

‘Behinderung’ umfasst alle Formen körperlicher, geistiger, intellektueller und gefühlsmäßiger Unzulänglichkeit.

‘Sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtszugehörigkeit’ umfasst homosexuelle (männlich und weiblich), bi- und trans-geschlechtliche Personen.

‘Geschlechtszugehörigkeit’: die Umfrage befasst sich nicht mit der Repräsentation/Teilhabe von Frauen in den Medien im allgemeinen, sondern nur mit Frauen, die zu den Gruppen bei dieser Umfrage gehören (z.B. die mehrfache Diskriminierung, der eine Romafrau ausgesetzt sein könnte).

Welches sind die besten Beispiele aus der Praxis, die wir suchen?

Wir suchen gute Praxisbeispiele:

  • die erfolgreich Diskriminierung begegneten und Vielfalt förderten.
  • in Funk und Fernsehen, Print und Online-Medien (Internet) in den vergangenen fünf Jahren.
  • in bei der Personaleinstellung und Darstellung von in Fakten.

Länder die von der Studie erfasst werden

Dies ist eine pan-europäische Studie, die folgende 27 EU Mitgliedsländer & 3 EFTA Länder umfasst:

Österreich, Belgien, Bulgarien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich.

Wer sind wir?

Die Studie wird im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt von einem unabhängigen Konsortium bestehend aus der International Federation of Journalists , Internews Europe and the und dem Media Diversity Institute

Die vier Phasen der Studie

PHASE 1: Bestandsaufnahme der bemerkenswertesten und/oder innovativsten Initiativen, die zur Bekämpfung von Diskriminierungen und/oder zur Förderung der Vielfalt von Fernseh- und Radiosendern sowie von Print- und Online-Medien (Internet) ergriffen wurden oder diese betreffen

Die Darstellung wird in folgender Weise erbracht:

1.Aufteilung der Bestandsaufnahme zwischen Initativen VON Medien und Initiativen/Studien ÜBER Medien, die Beobachtungsaktionen und Initiaven von verschiendenen Trägern von OdZs einbeziehen (einschließlich privater Stiftungen)

2.Darstellung von Initiativen DURCH Medien:Das Konsortium und sein Expertenteam haben eine Online Umfrage entwickelt (die von dieser Webseite aufgerufen werden kann) die an Medienorganisationen überall in Europa verschickt werden und zwei bestimmte Bereiche abdeckt:

a) Der Inhalt von tatsächlichen Gegenständen: Initiativen für eine faire und genaue Repräsentation von Gruppen, die Diskriminierung ausgesetzt sind, die von dieser Studie erfasst sind, in realen Programmen.

b)Personaleinstellungen: Initiativen um die Repräsentanz von Gruppen, die durch diese Studie erfasst sind, in Medienorganisation zu erhöhen.

3. Darstellung von Initiativen ÜBER Medien: Das Konsortium und sein Expertenteam haben eine Online Umfrage entwickelt (die von dieser Webseite aufgerufen werden kann), die an Organisationen der Zivilgesellschaft (OdZ) überall in Europa verschickt werden, um Informationen zu sammeln über Initiativen und Studien ÜBER Medienviefalt sowie über wichtige Programme, die von OdZ in diesem Bereich durchgeführt werden.

4.Antworten der Online Umfrage über Initiativen von und über Medien werden nachrecherchiert durch Emails und telefonisch, um detailliertere Informationen über Initiativen die von besonderer Relevanz sind, sei es durch ihre herausragende Wirkung, ihre innovative Herangehensweise, ihren transnationalen Charakter, die Einbeziehung relevanter Gruppen usw.

5.Die gesammelten Informationen werden in einer online Datenbank gespeichert für spätere Referenzen und Auswertung. Die Datenbank ist so angelegt, dass sie offen ist für externe Beiträge von Medien oder OdZs.

Phase 2: Klassifizierung der ausgewählten Initiativen, Beurteilung ihrer Ergebnisse und Auswirkungen sowie Ermittlung etwaiger Unzulänglichkeiten

1.Auswahl der Initiativen

Auf der Grundlage der Untersuchung in Phase 1 wird das Konsortium zumindest 30 Initiativen (10 von Funk und Fernsehen, 10 aus der Presse und 10 aus dem Internet) aus der erreichten Gesamtzahl (erwartet werden mehr als 50 aus jeder Medienkategorie) für eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse und Feststellung möglicher Unzulänglichkeiten auswählen. Bei der Auswahl wird das Konsortium folgende Klassifizierung vornehmen:

  • Art der Medien
  • Art/Wesen/Inhalt der Initiative
  • Beteiligte Förderer/Akteure/Partner
  • Herkunft der Finanzmittel
  • beteiligte(s) Land/Länder,
  • einzelstaatlich/grenzübergreifend
  • Zielpublikum
  • Erstellung von Unterlagen;
  • vorhandene Empfehlungen für weitere Maßnahmen.

Beim Auswahlverfahren wird besondere Aufmerksamkeit auf eine gleichgewichtige geographische Repräsentanz gelegt.

2. Auswertung der Ergebnisse und, wo möglich, der Wirkung

In erster Instanz werden weitere Informationen von ausgewählten Initiativen gesammelt über bereits bestehende Auswertungen der Ergebnisse und vor allem der Wirkungen. Wir gehen davon aus, dass einige Initiativen keine oder unzureichende Evaluierungen, die eine weiterreichende Auswertung erlauben, durchgeführt haben. In diesem Fall wird das Konsortium seine eigene Auswertung von 5-10 Initiativen, abhängig von vorhandenen Informationen, vornehmen.

3. Feststellung bestehender Unzulänglichkeiten.

Schließlich wird die Auswertung bestehende Unzulänglichkeiten feststellen, die angesprochen werden müssen, um diesen Initiativen eine größtmögliche Visibilität zu geben, mit größtmöglicher geographischer Repräsentanz in Europa, nationaler/grenzüberschreitender Wirkung, im Verbund von angesprochenen Diskriminierungsgründen und Netzwerkmöglichkeiten. Phase 3: Empfehlungen

Auf der Grundlage der Ergebnisse von Phase 1 und 2 bereitet das Konsortium Empfehlungen für weitere Aktionen vor. Diese Empfehlungen werden verschiedene Schlüsselbereiche ansprechen:

  • Initiativen, die darauf gerichtet sind, Aufmerksamkeit von Medienprofessionellen zu erhöhen.
  • Initiativen, die darauf gerichtet sind eine faire, sensitive und genaue Beschreibung von den Medien selber zu erhalten
  • Initiativen, die sich mit Personaleinstellung in Medienorganisationen befassen
  • Initiativen für weitere Studien über die Wirkung der Programme, die von Medien ausgeführt werden.
  • Initiativen für weitere Studien über Medienvielfalt
  • Initiativen die auf Medien abzielen und von Gruppen außerhalb der Medien ausgehen.
  • Initiativen, die auf Unzulänglichkeiten, die von der Studie ´festgestellt wurden, Hinweisen /li>

Die Empfehlungen werden weitere Aktionen anregen, die sowohl von der EU als auch auf nationaler Ebene unternommen werden sollen. Bei jeder Empfehlung wird die zentrale Zielgruppe, werden wichtige Akteure und erwartete Ergebnisse festgestellt.

Aufgrund der Expertise des Studienteams werden diese Empfehlungen für die Arbeit der Europäischen Union in diesem Bereich aufbereitet und mit bestehenden Initiativen außerhalb des Medienbereichs verbunden, die relevant sind für die Förderung der Medienvielfalt.

Phase 4: Folgeseminar and Publikation

Ein eintägiges Seminar wird in Prag im Januar 2009 organisiert mit wichtigen Repräsentanten der Europäischen Kommission, der Medien und der Organisationen der Zivilgesellschaft (OdZ) von überall aus Europa. Die Ergebnisse der Studie werden vorgestellt und die Empfehlungen diskutiert und abgeschlossen.

Als letzten Schritt der Studie wird eine illustrierte Publikation in Englisch, Französisch und Deutsch mit den Ergebnissen und Empfehlungen der Studie veröffentlicht. Diese Publikation wird der Europäischen Kommission übergeben und wird auf Anfrage auf der Webseite der Studie verfügbar sein für interessierte Gruppen.

Die Webseite der Studie: www.media4diversity.eu

Die Webseite der Studie wird die Arbeit der Studie unterstützen und als fortdauernde Quelle nach dem Abschluss der Studie zur Verfügung stehen. Sie wird folgende Aufgaben erfüllen:

  1. Sie stellt eine Plattform für Leute dar, die zur Umfrage dieser Studie Zugang haben wollen und die Umfrage ausfüllen wollen.
  2. Sie bietet Hintergrundinformationen über die Studie.
  3. Sie wird als Quelle für die Gemeinschaft der Medien und der Vielfalt – während und nach dem Abschluss der Studie – Nachrichten über Entwicklungen in diesem Bereich, gute Beispiele aus der Praxis, Links zu anderen Medien und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die gegen Diskriminierung arbeiten, und eine Plattform für Bildung von Netzwerken und Partnerschaften für die künftige Arbeit sein.

Die Finanzierung der Studie

Diese Studie wird von PROGRESS finanziert , ein „Gemeinschaftsprogramm für Beschäftigung und soziale Solidarität (2007-2013) Dieses Programm wurde zu dem Zweck geschaffen, die Verwirklichung der Ziele der Europäischen Union in den Bereichen Beschäftigung und Soziales – wie in der sozialpolitischen Agenda ausgeführt – finanziell zu unterstützen und somit zum Erreichen der einschlägigen Vorgaben der Lissabon-Strategie in diesen Bereichen beizutragen. Das sieben Jahre dauernde Programm zielt auf alle Beteiligten, die dabei mitwirken können die Entwicklung angemessener und wirksamer Beschäftigungs- und Sozialgesetzgebung und -politiken zu verbessern und zwar in allen Ländern von EU-27, EFTA und EU Kandidaten und künftigen Kandidaten. Das Programm hat sechs allgemeine Ziele. (1)Verbesserung der Kenntnisse und des Verständnisses der Lage in den Mitgliedstaaten und anderen teilnehmenden Ländern durch Analyse, Bewertung und genaue Beobachtung der Maßnahmen; (2)Unterstützung der Entwicklung statistischer Instrumente und Methoden sowie gemeinsamer, gegebenenfalls nach Geschlecht und Altersgruppen aufgegliederter Indikatoren in den vom Programm abgedeckten Bereichen; (3) gegebenenfalls Unterstützung und Überwachung der Umsetzung des Gemeinschaftsrechts und der strategischen Ziele der Gemeinschaft in den Mitgliedstaaten sowie Bewertung ihrer Wirksamkeit und Auswirkungen; (4) Förderung von Vernetzung und wechselseitigem Lernen sowie Ermittlung und Verbreitung bewährter Verfahren und innovativer Konzepte auf EU-Ebene; (5) Sensibilisierung der Beteiligten und der Öffentlichkeit für die Strategien und Ziele der Gemeinschaft, die im Rahmen jedes der fünf Programmteile verfolgt werden; (6) gegebenenfalls Verbesserung der Kapazität der wichtigsten Basisnetzwerke auf europäischer Ebene zur Förderung, Unterstützung und Weiterentwicklung der Strategien und Ziele der Europäischen Union.

In welcher Phase befindet sich zur Zeit die Studie?

Gegenwärtig sind wir in Phase 1 der Studie. Die Umfrage wurde an Medienorganisationen und Organisationen der Zivilgesellschaft überall in Europa verschickt und wir warten auf ihre Antworten.

Was ist IHR Interesse, hier teilzunehmen?

Durch Ihre Teilnahme an der Umfrage kann Ihr Beitrag als beispielhaft in Europa verbreitet werden, und dadurch könnten Sie zu dem hochrangigen Seminar in Prag im Januar 2009 eingeladen werden, wo die beste Medienpraxis im Kampf gegen Diskriminierung und/oder zur Förderung der Vielfalt diskutiert wird.

Was müssen Sie tun?

Können wir Sie bitten 10-15 Minuten Ihrer Zeit für diese Studie aufzubringen. Die Umfrage zur Studie können Sie auf der Homepage der Webseite finden. Wenn Sie irgendwelche Fragen zur Studie haben kontaktieren Sie bitte Farid Littleproud vom Media Diversity Institute (farid.littleproud@media-diversity.org / +44 (0) 20 7255 2473