Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
Sie erinnern sich gewiss an die hasserfüllte Propaganda der infamen Radiostation in Ruanda “Mille Collines” oder des serbischen Fernsehens. Der Gebrauch oder Missbrauch der Meinungsfreiheit führte dazu, dass damit jeder dämonisiert wurde, der im Gegensatz zu ihnen stand und anders aussah, anders dachte oder anders betete.
Es bedurfte einiger weiterer Ereignisse, diesmal in Westeuropa, - die dänische Cartoon Affäre, die gemeinschaftliche Gewalt in den Vororten größerer europäischer Städte, die Bombenanschläge in London & Madrid und die Zunahme religiösen Extremismus, um uns verständlich zu machen, dass die Grenzlinie zwischen Meinungsfreiheit und verantwortlicher Berichterstattung gegenüber ALLEN Mitgliedern der Gesellschaft außerordentlich dünn gezogen ist und ernsthaft beachtet werden sollte. Dies bestätigte auch eine Umfrage in dem kürzlich erschienenen Eurobarometer, in dem den Medien – in gleichem Maße wie unseren Familien und den Schulen – eine Schlüsselrolle beim Kampf gegen Diskriminierung gegeben wurde.
Mit dankenswerter Unterstützung der EU arbeiten heute Internews Europe, IFJ, und das Media Diversity Institute in Partnerschaft, zusammen, um die besten Praxiserfahrungen von und Medien in Bezug auf Nicht-Diskriminierung und der Förderung von Diversität überall in dreißig europäischen Ländern zu untersuchen. Wir glauben, dass diese Arbeit helfen wird, zu verstehen, wie guter Journalismus die Herausforderung der Diversität annimmt – eines der wichtigsten Schätze unserer demokratischen Gesellschaft. In den kommenden 10 Monaten und darüber hinaus wird diese Webseite Ihnen nicht nur eine Übersicht über beste Praxiserfahrungen anbieten, sondern auch über Medien und Organisationen der Zivilgesellschaft (OdZ) im Kampf gegen Diskriminierung informieren. Sie berichtet Ihnen darüber, wie diese Arbeit durchgeführt wurde, was dies Bemühungen brachten und – im Fall der Medien – inwieweit dies eine größere Zuhörerschaft brachte – das wichtigste Ziel aller Medienorganisationen, unabhängig von Besitzverhältnissen, Größe oder Finanzierung.
Weitere Einzelheiten über diese Studie erhalten sie hier. Als Projektleiter wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie uns bei dieser wichtigen Aufgabe helfen könnten indem, Sie unseren Fragebogen ausfüllen. In diesem Europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs, ist dies das mindeste, was wir tun können – jene beim Namen zu nennen und zu veröffentlichen, die einen Freiraum für die Verständigung zwischen unterschiedlichen Personen und Gemeinschaften geschaffen haben
Mit freundlichen Grüßen
Milica PesicExekutivdirektorin, Media Diversity Institute


